Public Sector & Government

Welche digitalen Technologien braucht die Bundeswehr der Zukunft?

Der Branchenverband der deutschen Digitalwirtschaft Bitkom e.V. hat in einer neuen Studie 70 Unternehmen der IT- und Sicherheitsindustrie zu aktuellen Trends in der Digitalisierung der Wehrtechnik der nächsten fünf Jahre befragt.

Bei der Bitkom-Studie kam heraus, dass Cyber Security und Artificial Intelligence Technology (KI) in der Zukunft am wichtigsten sein werden. Die Unternehmen haben beide Themen zu jeweils 50 Prozent als entscheidende Technologie benannt.

Erhöhte Abwehrbereitschaft und KI-unterstütze Entscheidungen

Cyber Security wird als genuine Verteidigungsaufgabe im Zentrum für Cybersicherheit der Bundeswehr deutschlandweit betrieben. Das wichtigste Zukunftsthema der Cyber Security ist der weiter erhöhte Schutz gegen Cyberangriffe, unter anderem durch mehr Zero-Trust-Anwendungen und einer erhöhten Datensouveränität.

Eine sichere Weltrauminfrastruktur, kryptographische Verschlüsselung und Secure Access im Home-Office wurden ebenfalls mehrfach ausgewählt.

KI-Technologien sollen vor allem Kommandierende in der militärischen Entscheidungsfindung unterstützen, Datenanalysen vereinfachen und durch Data-Mining eine begrenzte Vorhersage zukünftiger Ergebnisse ermöglichen.

Die künstliche Intelligenz arbeitet dabei basiert auf AI Ethics, die als ein Set von moralischen Grundsätzen den Entscheidungsrahmen der Computer bewusst einschränkt. Geplant ist, die KI-Technologien durch maschinelles Lernen (ML) dauerhaft weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Quantencomputer und virtuelle Simulationen

Auf den Plätzen drei bis fünf der wichtigsten Trendtechnologien liegen das Cloud Computing mit 38 Prozent, der Quantencomputer mit 28 Prozent und der Digitale Zwilling mit rund 23 Prozent.

Für Unternehmen ist die aufzubauende Cloud der Bundeswehr ein schwieriges Einsatzfeld. Nach Vorgaben des Verteidigungsministeriums soll die Cloud so weit wie möglich unabhängig von externen partnerbetriebenen Diensten und mit Open-Source basierende Lösungen realisiert werden.

Quantencomputer werden im Verteidigungsbereich vor allem wegen ihrer besonderen Leistungsfähigkeit gegen Cyberangriffe schon heute genutzt. Die Bundeswehr forscht an der weiteren militärischen Verwendbarkeit von Lösungen wie der Quantum Key Distribution und anderen Themen.

Digitale Zwillinge kommen als simulierbare, datenunterstützte virtuelle Abbilder vor allem zum Schutz kritischer Infrastrukturen im Land wie Verkehr, Wasser, Elektrizität und Kommunikation zum Einsatz.

Bundeswehr-Sondervermögen für die Digitalisierung

IT/Digitalisierung und Technologie nimmt überall einen immer höheren Stellenwert ein. Die Studie zeigt, dass die Bundeswehr nicht anders agiert. Das ist auch dringend notwendig, um den sich ständig verändernden Umfeldern eine leistungsfähige Truppe entgegenzusetzen.

Es wird spannend sein zu sehen, wieviele das Ministerium der geplanten 100 Mrd. Euro Sondervermögen auch in die so wichtige Digitalisierung der Streitkräfte investiert.

Egal ob F-35, neuer schwerer Transporthubschrauber, moderne Fregatte oder der Soldat im digitalen Gefechtsfeld der Zukunft – ohne Vernetzung und digitale Innovationen geht es nicht.


Über Cyforwards:
Die Cyforwards GmbH bietet eine integrierte Beratung in den Themenschwerpunkten Executive Search und People & Organizational Development. Sie besetzt Führungs- und Fachpositionen überwiegend in der IT-Managementberatung. Der Fokus liegt auf den Branchen Public Sector & Government, Transportation & Mobility sowie Healthcare. Als Transformationsberater und -begleiter unterstützt Cyforwards Individuen und Organisationen, ihre Ziele zu erreichen und Potenziale zu entfalten. Benjamin Wittekind gründete das Unternehmen 2018 in München.  

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